Unentbehrlicher Jagdgefährte und treues Familienmitglied

Der Welthundetag steht vor der Tür, besonders für Jäger ein Grund zu feiern: In sechs von zehn Haushalten lebt mindestens ein Vierbeiner. Einige Rassen entwickeln sich zu regelrechten Modehunden. Das birgt Risiken. Eine konsequente Erziehung ist ebenso wichtig wie genügend Spiel und Bewegung. Der JGHV setzt Standards bei der vielfältigen Ausbildung von Jagdhunden. 

(Berlin, 08. Oktober 2018) In deutschen Jägerhaushalten leben drei mal so häufig Hunde wie im Bundesdurchschnitt. Laut Umfrage des Deutschen Jagdverbandes (DJV) haben über 60 Prozent der Jägerhaushalte mindestens einen Vierbeiner. Sie sind Hunde mit „Beruf“ und zugleich Familienmitglieder. Jagdhunde arbeiten gemeinsam mit Menschen, ähnlich wie Blinden-, Rettungs-, oder Polizeihunde. Sie können beispielsweise verletzte Tiere nach einem Wildunfall aufspüren. Die Jagd verbindet Mensch und Hund bereits seit Jahrtausenden. Viele Gründe also für Jäger, den Welthundetag am 10. Oktober 2018 zu feiern.

Zu den drei beliebtesten Hunderassen bei Jägern zählen laut einer DJV-Umfrage die Vorstehhunde, sie leben in knapp einem Viertel der Haushalte. Bekannte Vertreter sind beispielsweise Deutsch-Drahthaar, Deutsch-Kurzhaar, Weimaraner oder Kleine Münsterländer. In jeder zehnten Wohnung kommt ein Teckel oder ein Apportierhund vor. Zu letzteren zählen beispielsweise Labrador oder Golden Retriever.

Einige Jagdhunderassen entwickeln sich zu regelrechten Modehunden. Das birgt Risiken, denn Jagdhunde sind grundsätzlich anspruchsvoller in der Haltung als sogenannte Gesellschaftshunde wie Chihuahua, Mops oder Zwergpudel. Beispiel Weimaraner: Sie haben einen starken Jagd- und Beschützerinstinkt. Ohne das richtige Training, viel Bewegung und artgerechte Beschäftigung sind Konflikte vorprogrammiert. Die bis zu 40 Kilogramm schweren Tiere sind nicht unbedingt geeignet für eine 2-Zimmer-Wohnung in der Innenstadt. Oder Terrier: Sie sind zwar deutlich kleiner, haben aber einen ausgeprägten Freiheits- und Bewegungsdrang. Klare Regeln sind in der Erziehung deshalb besonders wichtig.

Der Jagdgebrauchshundverband (JGHV) setzt Maßstäbe für die professionelle Jagdhundeausbildung und -prüfung für verschiedenste Einsatzbereiche. Die Aufgabe von Schweißhunden ist es beispielsweise, die Fährte von verletzten Wildtieren zu verfolgen. Apportierhunde hingegen sollen Enten nach dem Schuss aus dem Wasser holen. Das Wesen eines Jagdhundes wird zu einem Drittel aus seiner persönlichen Anlage geprägt und zu zwei Dritteln aus Erziehung. Deshalb ist die Ausbildung sehr vielfältig und jeweils ausgelegt für den späteren Einsatzbereich des Jagdhundes.

Eine Übersicht über die verschiedenen Jagdhunderassen und ihre Einsatzgebiete gibt es hier.

Weitere Infos zum JGHV

Kind mit Hund

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