DJV fordert bessere Überprüfung des Waffenrechts

Knarre mit Frau
DJV fordert, in der Kriminalstatistik künftig zwischen legalen und illegalen Waffen zu unterscheiden. Quelle: Grell/DJV

Der Deutsche Jagdverband (DJV) hat jetzt einen Fragebogen des Bundesinnenministeriums zur Evaluierung des Waffenrechts beantwortet und fordert in einem Begleitschreiben deutlich mehr Anstrengungen. Für die im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung festgelegte Überprüfung zurückliegender Verschärfungen kann das vorliegende Papier lediglich ein erster Baustein sein. Zumal wichtige Inhalte fehlen, etwa Fragen zu erweiterten Markierungs- und Anzeigepflichten. Der DJV hält detaillierte Statistiken zu Straftaten für unerlässlich, um das Waffenrecht überhaupt effektiv überprüfen zu können. Der Dachverband der Jäger fordert deshalb, den Einsatz illegaler Waffen bei schwerwiegenden Straftaten der vergangenen Jahre ausführlich zu analysieren und in der Kriminalstatistik künftig generell nach legalen und illegalen Waffen zu unterscheiden.

Jäger fordern Waffengipfel

Gegenüber dem Bundesinnenministerium hat der DJV seine Forderung nach einem Waffengipfel erneuert. Die Innenminister der Länder, der Städte- und Gemeindebund sowie Vollzugsbehörden und betroffene Verbände müssen für Fachgespräche an einen Tisch. Eine entsprechende gemeinsame Anfrage mit dem Forum Waffenrecht blieb bisher unbeantwortet.

Problem: mangelhafte Anwendung von Gesetzen

Eine weitere Verschärfung des Waffengesetzes lehnt der DJV strikt ab. Gründe hierfür hat Verband in einem Positionspapier veröffentlicht. Demnach sind nicht fehlende oder unzulängliche gesetzliche Regelungen das Problem, sondern deren mangelhafte Anwendung. Der DJV wird konstruktiv an Verbesserungen mitarbeiten – etwa, wenn es um eine Verschlankung von Bürokratie und effizientere Kontrollen von Vorschriften geht.

Auf dem zurückliegenden Bundesjägertag hat der DJV eine Podiumsdiskussion zum Waffenrecht veranstaltet. Eine Aufzeichnung gibt es jetzt auf dem YouTube-Kanal des DJV.

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